Archive for April, 2009

Gestern war endlich mal wieder eine äußerst lustige Folge des Schuldnerberater Peter Zwegat mit “Raus aus den Schulden” auf RTL angesagt. Nach Familie Ülüglü mit Abstand die wohl lustigste Folge. Dieter hat weder eine Berufsausbildung noch irgendwelche Berufserfahrung. Sein Geld verdiente er bis dato als Model. Die Tagesgagen liegen zwar zwischen 1.000 und 1.200 Euro, lohnen tut es sich bei nur 12 Buchungen im Jahr aber auch nicht richtig.

Also hat Dieter beschlossen sich mit einer Kneipe mitten in Stuttgart selbständig zu machen. Auf diese Weise hätte er die Kohle durch das Modeln im Sack und zusätzlich eine tolle Einnahmequelle durch seine Stammalkoholiker. Leider kam alles ein bisschen anders. Die Kneipe musste erstmal gekauft werden. Man benötogt also Geld, welches Dieter natürlich nicht hat. In der Schufa sah es sowieso schon eng aus, also blieb nur ein Ausweg. Ein Kredit von Mutter und ein wenig Geld von Freundin Raynarda.

Der Kredit den er über die 71-jährige Mutter bekam, beläuft sich auf rund 12.500 Euro, wobei der Zinssatz mit mehr als 12% die Gesamtschuld auf über als 15.000 Euro ansteigen lässt. Auch Raynarda möchte ihrem Freund unter die Arme greifen und leiht sich bei einem Kumpel 8.000 Euro um diese an Dieter weiterzuleiten. Somit kann die Bar bezahlt werden und Dieter hat ein super Leben. Die Arbeit machen selbstverständlich die anderen. Raynarda muss das Zepter in die Hand nehmen, weil Dieter schlicht und einfach zu blöde dafür ist. Dieters Mutter muss mit ihren 71 Jahren noch putzen gehen, um von der schmalen Rente den Kredit überhaupt bedienen zu können.

Nach nur zwei Monaten hat Dieter die Kneipe in den Ruin gewirtschaftet. Er hat die Getränke quasi ausgegeben, hat seine Gäste – wenn überhaupt -  mal so mal so abkassiert, verlor den Überblick. Meistens war am Abend in der Kasse nichts als gähnende Leere angesagt. Aber Dieter wär nicht Dieter, wenn er nicht Dieter wär. Er hat laut Peter Zwegat als 34-jähriger zumindest das Niveau eines 16 Jährigen, wobei Peter Zwegat diese Aussage in der Sendung noch zweimal nach unten auf letztendlich 13,5 Jahre korrigieren musste.

Dieter hatte die grandiose Idee im Internet das Pokern um Geld anzufangen. Man müsse nur 5 Dollar Spieleinsatz investieren, um am Ende ganz locker mit 29.000 Dollar wieder herauszuspazieren. Ist doch irgendwie cool, dass das alles so einfach geht. Oder gibt es da vielleicht einen Haken? Wenn es einfach wäre, würde vermutlich jeder so vorgehen. Vielleicht ist Dieter aber auch so schlau, dass nur er auf diese grandiose Idee gekommen ist. OK, streichen wir den letzten Satz.

Man merkt, dass der Mann nicht ganz gerade in der Birne ist. Peter Zwegat hat als ersten Schritt versucht ihm Arbeit zu organisieren. Das setzt natürlich ein Bewerbungsgespräch voraus. In dem Bewerbungsgespräch zeigte er sein ganzes Repertoire der in ihm schlummernden umgangssprachlichen Fähigkeiten sowie die Verletzung an seinem Fuß. Ja, es war wirklich so. Während Peter Zwegat sich vor Fremdschämen kaum noch auf dem Stuhl halten konnte und mehr oder weniger schon unter dem Tisch lag, zog Bewerber Dieter die Hose etwas hoch um der Chefin zu zeigen wie verletzt er doch ist. Die Verletzung stammt übrigens aus einem Streit mit Freundin Raynarda, in welchen er gerne mal ein wenig randaliert und Haustüren wie auch Fernseher beschädigt.

Das Fazit war, dass es ihm, also Dieter,  zu wenig Geld ist was da gezahlt würde. Vollkommen richtig. Er ist ja schließlich mit 16 von der Schule gegangen und hat dann nichts gemacht. Da sollte man ja wohl den ein oder anderen Euro verdienen können oder? Es gibt schließlich nicht an jeder Ecke Menschen, die einfach mal gar nichts können. Das muss ja auch vernünftig bezahlt werden. Peter Zwegat erkannte im Bewerbungsgespräch noch wesentlich andere Probleme, die sich mit Geld nicht bezahlen lassen ^^  (Dummheit, Unfähigkeit, Verantwortungslosigkeit, Realitätsverlust, …).

Auch im zweiten Bewerbungsgespräch war Dieter nicht ganz so erfolgreich. Aber das war darauf zurückzuführen, dass er dem potentiellen Chef gedanklich schon etwas näher Stand als man das vielleicht tun sollte. Also ich habe meinen Chef im Bewerbungsgespräch nicht nach einer Minute geduzt :)

Die Moral von der Geschichte war in jedem Fall, dass noch ein großer Streit zwischen Dieter und Raynarda ausbrach, die beiden sich vorerst trennten und Dieter als 34-jähriger erstmal zu Hause bei Mutter einzog. Letztendlich hatte man sich aber doch wieder vertragen und Dieter zog wieder bei Raynarda ein. Die Schulden sind nach wie vor vorhanden, arbeit hat Dieter auch nicht. Zumindest kann Peter Zwegat vermutlich die Mutter aus dem völlig überzogenem und eigentlich rechtswidrigen Kredit herausholen. Das wird sich aber erst in einer Weile zeigen. Mal sehen was das gibt. Ich hoffe, dass RTL dran bleibt :)

So oder ähnlich kam es mir gestern vor. Es haben sicher einige die gestrige Folge Germany’s Next Topmodel verfolgt. Teilweise war es ja wirklich ganz witzig. Vor allem an der Stelle, an welcher die falschen Zähne ins Spiel kamen und diverse Pickel angeschminkt wurden. Sehr amüsant. Der beste, trockenste und spontanste Spruch kam hier meines Erachtens nach eindeutig von Marie…

Die aufgesetzten Zähne sahen sehr häßlich aus und sie hatte deutliche schwarze Ablagerungen zwischen den Zähnen. Als die Jury sie fragte, ob sie gerne Schokolade essen würde, antwortete sie ganz cool:

Nee, ich trinke gerne schwarzen Tee…

lol, ich lag echt halb unter meinem Tisch. Wie spontan die den Spruch gebracht hat. Genial. Ansonsten finde ich Marie ehrlich gesagt nicht so toll. Sie verkörpert für mich so das typische Bild der Musterschülerin, die die Hausaufgaben von jemand anderem abschreibt und diese dann auch noch ganz dreist vorliest.

Das Schlimmste war aber wirklich dieses rumgeheule vor dem Spiegel. Ich weiß gar nicht mehr wer da angefangen hat. Es ging darum, dass sich die Models selber Fragen wie z.B.: Warum bin ich hier?, etc. stellen und natürlich auch beantworten sollten. Die erste Kandidatin fing direkt das Flennen an. Es war klar wie Kloßbrühe, dass das eine gewaltige Kettenreaktion auslösen wird und man mit den Tränen der restlichen Kandidaten ein Planschbecken hätte füllen können.

Man kennt das von den Frauen ja zu genüge. Das läuft so nach dem Motto: “Wenn die das macht, dann mach ich das auch. Sonst stehe ich ja nachher doof da”. Nee, mal im ernst. Ich würde mich hüten so private Ereignisse im Fernsehen einfach preiszugeben und so versuchen gekünzelte Emotionen zu wecken, um krampfhaft vielleicht das ein oder andere Tränchen aus den Augen zu drücken. Aber das ist deren Sache.

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Ich habe gestern nach langer Zeit mal wieder “Goodbye Deutschland! Die Auswanderer” auf VOX sehen können. Eigentlich total langweilig was da mal wieder los war. Lediglich die Familie Görschen hat für ein wenig Spaß bzw. eher Staunen gesorgt. Der Auswanderer-Wille ist da. Es klappt halt nur nicht richtig…

Erst haben es die Görschens auf der Balearen Insel Mallorca versucht. Doch die Mission Auswandern scheiterte. Trotzdem sollte man den Kopf nicht in den Sand stecken und versuchen so viel wie möglich auszuwandern ^^. Es gibt ja neben Mallorca noch viele andere Orte auf dieser Welt. Von dem Gedanken Spanien konnten sich Jürgen (51), Ruth (55) und Tochter Janina (17) Görschen jedoch nicht wirklich trennen. Das neue Ziel heißt Ronda, ein kleines Dorf im Süden Spaniens.

Das Geld, von welchem die arbeitslosen Auswanderer über die Runden kommen wollen, stammt aus einer Erbschaft. Tochter Janina hingegen hatte vor ihr Abitur in Spanien zu machen. Es ist jedoch ziemlich schwierig ein Klassenziel zu erreichen, welches man scheinbar nicht einmal versteht. Nur die Mutter Ruth, die nicht unbedingt viel vom Kaffee kochen und/oder Auto fahren hält spricht die Sprache ansatzweise, wobei sie bei der Hilfe der Hausaufgaben von Tochter Janina die beliebte Seite leo.org geöffnet hatte. Dann kann ich das auch :)

Naja, weiter im Text war es so, dass Familie Görschen zunächst mal ein Haus mietete. Natürlich ohne Heizung. Ist ja Spanien. Da ist es warm … nicht. Denn von Oktober bis März hat man auch in Spanien mieses Wetter. Temperaturen nahe oder unter dem Gefrierpunkt und Niederschläge en masse. Da kann man ohne Heizung im Haus schonmal frieren. Also bleibt nichts anderes übrig als rund 6.000 Euro für eine neue Heizung zu verprassen, welche wohlgemerkt in das Mietshaus eingebaut wurde.

Auch so ist das Haus an sich relativ abseits gelegen. Es fährt kein Bus, es gibt kein Telefon, es gibt kein Fernsehen. Und womit sie Geld verdienen möchten, wussten die Görschens selber auch noch nicht so recht. Da Miet-, Pacht- und/oder Kaufpreise für geschäftliche Immobilien stets über der gesetzten Grenze der Görschens lagen, fasste man am Ende den Entschluss zurück nach Deutschland zu gehen. Natürlich hat man auch dafür schon einen Plan.

Die Görschens wollen nun eine Pension im süddeutschen Raum übernehmen und führen. Tochter Janina steht dem Vorhaben eher skeptisch gegenüber:

Ich bin faul, meine Mutter ist noch fauler… Ich glaube nicht, dass das eine gute Idee ist.

Zum Thema Auswandern hat sie ebenfalls ihre eigene Meinung, welche die Sachlage prinzipiell genau auf den Punkt bringt:

Nochmal auswandern? Vielleicht. Aber nicht mit denen…

Na das kann ja heiter werden. Beim nächsten mal bleibt doch einfach in Deutschland und verprasst eure Kohle hier. Dann haben wir doch alle was davon. Denn leider ist es oft so, dass die ganzen scheiternden Auswanderer mit großen Erwartungen und allen Ersparnissen das Weite suchen, ihr Geld in dem Land lassen und im Falle des Scheiterns natürlich sofort wieder nach Deutschland kommen, um dem Staat auf der Tasche zu liegen. Obwohl ich ja vom relativ engagierten Vater Jürgen nicht glaube, dass er das will. Vielleicht war das aber auch nur die Euphorie des Auswanderns, die ihn so antrieb. Mal schauen…

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