Nachdem am Samstag Abend dieser Deutschland sucht den Supergau Quatsch endlich vorbei war, habe ich auf VOX rübergezappt und Spiegel TV gesehen. “Albtraum Mietnomade: Wohnen ohne zu zahlen” hieß das Thema an dem Abend. Was ich da gesehen habe, konnte ich kaum glauben.

Um sich die Rente im Lebensabend ein wenig zu versüßen, investieren viele Leute in eine Immobilie, um diese zu vermieten. Die sogenannten Mietnomaden nutzen genau das schamlos aus. Sie stellen sich als wohlhabende und seriöse Leute den Vermietern vor und schinden so den Eindruck solvent zu sein und die Miete natürlich jeden Monat begleichen zu können. Aber dann kommt alles ganz anders. Monatelange Mietausfälle, Sachbeschädigung, Müllablagerungen, Proteste, Klagen, Gericht und vor allem immense Konsten. Der Albtraum eines jeden Vermieters.

Ein Paar, welches gerade auf der Terasse am Früstücken war, wurde von der Polizei zwangsgeräumt. Der Mietpreller konnte es gar nicht fassen, faselte die Polizisten mit seinem Halbwissen im Mietrecht voll und versuchte der Situation mit Beschimpfungen und Beleidigungen zu entkommen. Es ist unglaublich, aber der Hausbesetzer fühlte sich mit seiner schwangeren Frau auch noch im Recht und demnach von der Polizei zu unrecht behandelt.

Ihr seid doch krank, eine hochschwangere Frau auf die Straße zu setzen…

heißt es von dem besserwissenden Macho. Meiner Meinung nach ist es krank so etwas mit gutem Gewissen tun zu können. Die eigene Familie in eine solche Situation zu bringen, gerade dann wenn die Frau hochschwanger ist. Das ist nichts anderes als krank. Und der Typ beschwert sich auch noch, dass er nach dem ganzen Schaden, den er angerichtet hat nun das Haus räumen muss. Ein bisschen schmunzeln musste ich, als der Polizist den Typen nach einer Lieferadresse für die Möbel fragte.

Du hast mich doch gerade rausgeschmissen, wo soll ich denn jetzt ‘ne Lieferadresse her haben?! Hast Du ‘ne Macke???

Was interessant war, ist dass der Polizist von einer Anzeige wegen Beamtenbeleidigung abgesehen hat. Ich bewundere diese Ruhe, die der Polizist gegenüber dem Mietpreller und den dutzenden lautstarken Beschimpfungen bewart hat. Wenn ich ehrlich bin, wäre das Aufgeben einer Anzeige sicher meine erste Handlung gewesen, die ich nach dem Rauswurf getätigt hätte.