Ich habe gestern ganz ehrlich nur eine viertel Stunde von “Goodbye Deutschland! Die Auswanderer” gesehen, aber das war echt der Knaller. Die Behringers bzw. der selbsternannte Webdesigner Frank Behringer und sein homosexueller Freund bzw. angeheirateter Mann Viktor Knöfler (oder heißt der auch Behringer?) sind auf die Kanareninsel Gran Canaria ausgewandert. Eigentlich haben die beiden vor eine Bratwurstbude Bar zu eröffnen, aber es kommt wie so oft alles ganz anders…
Viktor ist gelernter Koch und muss auf Gran Canaria vorerst als Kellner jobben und schlägt sich somit die Abende und Nächte um die Ohren. Beim Handwerker Frank sieht das Ganze noch etwas schlechter aus, denn er hatte Anfangs absolut gar nichts gefunden. Aber zum Glück ist der Frank ja ein Webdesigner. Denn Webdesigner wird man, wenn man ein paar Bücher liest und dann ganz toll mit einschlägigen Produkten wie Microsoft Frontpage oder ähnlichem umgehen kann.
Frank hatte also ein Vorstellungsgespräch bei demjenigen, der die Seite Gay Palomas betreibt. Man mag schon nach Sekunden erkennen, dass hier wahre Profis am Werk waren. Das Design ist wie ein Frühstücksei der Güteklasse A. Genauer gesagt ist das ganze für 800 Euro pro Monat (die angebotene Vergütung für den Job) ein bisschen wenig.
Auch Vorstellungsgespräche sind überspitzt gesagt eigentlich Kreuzverhöre, in welchen man als Bewerber zeigen muss, was man wirklich drauf hat und nochmal richtig auseinandergenommen wird. Manchmal wird noch ein Zeugnis oder der Nachweis diverser Qualifikationen angesehen und besprochen, bevor man eine Chance auf den begehrten Arbeitsplatz hat. Bei Frank war das ganze eher ein Monolog. Allerdings nicht von ihm, sondern von seinem zukünftigen Chef. Soll heißen, dass der Chef dieser Seite tatsächlich 800 Euro pro Monat berappt um einen selbsternannten Webdesigner seine Seite machen zu lassen. Ich musste mich echt wegschmeissen.
Ich habe einen Joooooo-ooooob!
lautete der Ausruf, den der frisch gebackene Webdesigner Frank mehrere Male in die Kamera gerufen hat. Sein Können hat er aus diversen PHP und Pearl Büchern und stellte es direkt beim schiessen diverser Fotos mit einer Digitalkamera unter Beweis ^^. Geht doch ganz einfach: Irgendwo hinstellen, Lichtverhältnisse und Motiv nicht sonderlich beachten und dann oben auf den Knopf drücken und zack – ist das Bild im Kasten. So einfach…
Da sich die Website ungefähr in dem Qualitätsniveau bewegt, in welchem ich auch die geschossenen Bilder vermute, denke ich, dass es sich hier um einen der vielen selbsternannten Webdesigner handelt. Das ist gerade uns aus der Internetbranche ein Dorn im Auge, denn sogenannte Webdesigner müssen keine Prüfung o.ä. ablegen. Wer Webdesigner sein will, der kann es werden. Man muss es eigentlich nur rumerzählen. Ich werde die Seite in den kommenden Wochen mal beobachten und bin schon gespannt was daraus wird…


