Gestern Abend gab es wieder mal eine Folge “Rach der Restauranttester” auf RTL, diesmal mit einer Aufgabe, die von Anfang an zu bewältigen schien. Das Restaurant “Entenjakob” läuft im Sommer gut, im Winter eher mäßig bis schlecht. Warum wußten die Besitzer Gabriele und Klaus Herm leider nicht. Also vertrauten sie auf den Sternekoch Christian Rach, der neben anderen sehr erfolgreichen Restaurants z.B. das Tafelhaus in Hambug führt.
Rach schaut sich den Laden ganz genau an und will wie immer eine Kostprobe nehmen. Auf die Frage ob er im Entenjakob denn eine Ente bestellen könne, antwortete man mit “Nein, leider nur bei Vorbestellung”. Achso. Im Entenjakob scheint es also gar keine Ente zu geben. Der Restauranttester Rach verzichtete demnach zwangsweise auf sein Wunschgericht und versuchte es mit Calamaris, was er mal lieber hätte sein lassen sollen. Die Tintenfischringen schmeckten “scheisse”, so Rach :)
Schnell wurde klar, was dem Restaurant fehlt. Eine Karte mit eindeutiger Richtung. “Wir wollten es immer allen Recht machen”, sagte die Besitzerin Gabriele direkt in die Kamera. Hier lag scheinbar der Fehler. Die Karte war einfach zu riesig. Man arbeitete anstatt mit zwei oder drei Festangestellten mit viel zu vielen Aushilfen, die zwar Geld kosten, aber eigentlich nie richtig da sind. Auch das Ambiente wurde im Entenjakob ein wenig verbessert. Rach spendete neben einem Ofen für die Küche auch einen Kamin, der sich nun in der ansehnlichen Kaminecke, übrigens der neue Lieblingsplatz der Restaurantbesucher, breit macht. Im Zuge der ganzen Veränderungen wurden auch die Öffnungszeiten optimiert, sodass das Restaurant in umsatzschwachen Stunden ab sofort nicht mehr geöffnet ist (z.B. Vormittags)
Ich habe schon lange nicht mehr ein solch engagiertes Team gesehen. Man hat sich im Entenjakob nicht nur zurückgelehnt, wie man es z.B. von der “Eis-Heidi” oder dem Conmux in Berlin gewohnt war. Man packte regelrecht mit an, machte sich eigene Gedanken und brachte viele Ideen und vor allem Tatkraft mit ein. Es macht auch Spaß hin und wieder mal ein so motiviertes Team zu sehen und demnach auch eine gute Kritik abgeben zu können.
Wäre der Entenjakob nicht in Brühl, würde ich dort vermutlich mal Essen gehen wollen. Leider ist mir das etwas zu weit. Sollte ich allerdings mal in der Nähe sein, werde ich die neuen Entengerichte in jedem Fall mal kosten. Also einen Besucher habt ihr schonmal sicher…


