Gestern war endlich mal wieder eine äußerst lustige Folge des Schuldnerberater Peter Zwegat mit “Raus aus den Schulden” auf RTL angesagt. Nach Familie Ülüglü mit Abstand die wohl lustigste Folge. Dieter hat weder eine Berufsausbildung noch irgendwelche Berufserfahrung. Sein Geld verdiente er bis dato als Model. Die Tagesgagen liegen zwar zwischen 1.000 und 1.200 Euro, lohnen tut es sich bei nur 12 Buchungen im Jahr aber auch nicht richtig.

Also hat Dieter beschlossen sich mit einer Kneipe mitten in Stuttgart selbständig zu machen. Auf diese Weise hätte er die Kohle durch das Modeln im Sack und zusätzlich eine tolle Einnahmequelle durch seine Stammalkoholiker. Leider kam alles ein bisschen anders. Die Kneipe musste erstmal gekauft werden. Man benötogt also Geld, welches Dieter natürlich nicht hat. In der Schufa sah es sowieso schon eng aus, also blieb nur ein Ausweg. Ein Kredit von Mutter und ein wenig Geld von Freundin Raynarda.

Der Kredit den er über die 71-jährige Mutter bekam, beläuft sich auf rund 12.500 Euro, wobei der Zinssatz mit mehr als 12% die Gesamtschuld auf über als 15.000 Euro ansteigen lässt. Auch Raynarda möchte ihrem Freund unter die Arme greifen und leiht sich bei einem Kumpel 8.000 Euro um diese an Dieter weiterzuleiten. Somit kann die Bar bezahlt werden und Dieter hat ein super Leben. Die Arbeit machen selbstverständlich die anderen. Raynarda muss das Zepter in die Hand nehmen, weil Dieter schlicht und einfach zu blöde dafür ist. Dieters Mutter muss mit ihren 71 Jahren noch putzen gehen, um von der schmalen Rente den Kredit überhaupt bedienen zu können.

Nach nur zwei Monaten hat Dieter die Kneipe in den Ruin gewirtschaftet. Er hat die Getränke quasi ausgegeben, hat seine Gäste – wenn überhaupt -  mal so mal so abkassiert, verlor den Überblick. Meistens war am Abend in der Kasse nichts als gähnende Leere angesagt. Aber Dieter wär nicht Dieter, wenn er nicht Dieter wär. Er hat laut Peter Zwegat als 34-jähriger zumindest das Niveau eines 16 Jährigen, wobei Peter Zwegat diese Aussage in der Sendung noch zweimal nach unten auf letztendlich 13,5 Jahre korrigieren musste.

Dieter hatte die grandiose Idee im Internet das Pokern um Geld anzufangen. Man müsse nur 5 Dollar Spieleinsatz investieren, um am Ende ganz locker mit 29.000 Dollar wieder herauszuspazieren. Ist doch irgendwie cool, dass das alles so einfach geht. Oder gibt es da vielleicht einen Haken? Wenn es einfach wäre, würde vermutlich jeder so vorgehen. Vielleicht ist Dieter aber auch so schlau, dass nur er auf diese grandiose Idee gekommen ist. OK, streichen wir den letzten Satz.

Man merkt, dass der Mann nicht ganz gerade in der Birne ist. Peter Zwegat hat als ersten Schritt versucht ihm Arbeit zu organisieren. Das setzt natürlich ein Bewerbungsgespräch voraus. In dem Bewerbungsgespräch zeigte er sein ganzes Repertoire der in ihm schlummernden umgangssprachlichen Fähigkeiten sowie die Verletzung an seinem Fuß. Ja, es war wirklich so. Während Peter Zwegat sich vor Fremdschämen kaum noch auf dem Stuhl halten konnte und mehr oder weniger schon unter dem Tisch lag, zog Bewerber Dieter die Hose etwas hoch um der Chefin zu zeigen wie verletzt er doch ist. Die Verletzung stammt übrigens aus einem Streit mit Freundin Raynarda, in welchen er gerne mal ein wenig randaliert und Haustüren wie auch Fernseher beschädigt.

Das Fazit war, dass es ihm, also Dieter,  zu wenig Geld ist was da gezahlt würde. Vollkommen richtig. Er ist ja schließlich mit 16 von der Schule gegangen und hat dann nichts gemacht. Da sollte man ja wohl den ein oder anderen Euro verdienen können oder? Es gibt schließlich nicht an jeder Ecke Menschen, die einfach mal gar nichts können. Das muss ja auch vernünftig bezahlt werden. Peter Zwegat erkannte im Bewerbungsgespräch noch wesentlich andere Probleme, die sich mit Geld nicht bezahlen lassen ^^  (Dummheit, Unfähigkeit, Verantwortungslosigkeit, Realitätsverlust, …).

Auch im zweiten Bewerbungsgespräch war Dieter nicht ganz so erfolgreich. Aber das war darauf zurückzuführen, dass er dem potentiellen Chef gedanklich schon etwas näher Stand als man das vielleicht tun sollte. Also ich habe meinen Chef im Bewerbungsgespräch nicht nach einer Minute geduzt :)

Die Moral von der Geschichte war in jedem Fall, dass noch ein großer Streit zwischen Dieter und Raynarda ausbrach, die beiden sich vorerst trennten und Dieter als 34-jähriger erstmal zu Hause bei Mutter einzog. Letztendlich hatte man sich aber doch wieder vertragen und Dieter zog wieder bei Raynarda ein. Die Schulden sind nach wie vor vorhanden, arbeit hat Dieter auch nicht. Zumindest kann Peter Zwegat vermutlich die Mutter aus dem völlig überzogenem und eigentlich rechtswidrigen Kredit herausholen. Das wird sich aber erst in einer Weile zeigen. Mal sehen was das gibt. Ich hoffe, dass RTL dran bleibt :)

Gestern Abend war wieder “Raus aus den Schulden” Zeit mit Peter Zwegat, dem berühmten Schuldnerberater aus Berlin. Der Fall war wieder kein einfacher und die Familie D. aus Bad Pyrmont konnte einem wirklich ein bisschen leid tun. Trotzdem sind auch hier einige Fehler passiert, die nicht hätten sein sollen. Die Grundeinstellung von Daniel D. (dem Schuldner) ist aber eine sehr gesunde und verdient Respekt…

Daniel D. ist gelernter Tischler und Schweißer von Beruf. Da man von Geld jedoch nicht genug haben kann, wollte Daniel sich mit einer im Jahr 2000 gepachteten Kneipe den einen oder anderen Euro dazu verdienen. Die Gaststätte lief laut eigener Aussage nicht schlecht. Doch dann kam der Euro und das “Ding” wurde mehr oder weniger in den Keller gewirtschaftet. Nicht zuletzt aufgrund einer Sanierung, wuchs der Schuldenberg an. Ohne jegliche Rücklagenbildung, lieh er sich das nötige Geld und sanierte seine Existenz. Am Ende standen rund 30.000 Euro mit einem dicken Minus als negatives Vorzeichen unter dem Strich.

Doch Daneil hat eine grundlegend gute Einstellung gegenüber seiner Situation und auch gegenüber steuerzahlenden Mitbürgern. Zu der Zeit hatte er lediglich den Beruf des Tischlers in der Tasche, welcher jedoch nicht zu Arbeit verholf. Er kämpft und beginnt die Ausbildung zum Schweißer. Mit zwei gelernten Berufen in der Tasche sollte dem Geld verdienen und einem neuen Job nichts mehr im Wege stehen. Aber wie so oft kommt es noch viel dicker.

Im Jahr 2007 musste Daniel sich einer Untersuchung im Krankenhaus unterziehen und erhielt die niederschmetternde Diagnose Osteoporose, besser bekannt unter akutem Knochenschwund. An körperliche Arbeit, wie sie zum Beispiel ein Tischler oder Schweißer verrichten muss, ist nicht mehr zu denken. Daniel steht vor dem Aus seiner Existenz. Die Ärzte empfehlen dem gerade mal 33-jährigen Familienvater die Frührente zu beantragen, da er im Grunde arbeitsunfähig sei. Daniel lehnt den Vorschlag dankend ab und zeigt den ungebrochenen Willen seine Familie durch eigene Leistungen und vor allem aus eigener Tasche finanzieren und versorgen zu wollen. Er beginnt eine Umschulung zum technischen Zeichner…

Peter Zwegat sieht nahezu keinen anderen Ausweg als in die private Insolvenz zu gehen. Doch es gibt ein Problem. Im Jahr 2006 verstirbt Daniels Vater und vererbt ihm das Familienhaus, welches zum einen mehr als sanierungsbedürftig ist und zum anderen an ein lebenslanges Wohnrecht für seine Mutter gebunden ist. Beim Besuch des Objekts in Begleitung von Peter Zwegat ruft die Mutter in ihrer Verzweifelung und sicher auch aus Angst um ihr Obdach die Polizei. Daniel versteht die Welt nicht mehr.

Darf ich jetzt nicht mal mehr Besuch in mein eigenes Haus mitbringen, oder wie?

Letztendlich klärte sich die Situation auf. Doch Peter Zwegat weiß genau, dass es nicht ratsam ist das Insolvenzverfahren mit einem Haus im Hintergrund zu beginnen, denn durch die fast wertlose Immobilie können sich weitere Schulden aufbauen und man stünde nach dem Insolvenzverfahren durch laufende Kosten (Schornsteinfeger, Grundsteuer, Reparaturen, etc.) evtl. wieder mit einem Berg Schulden an der gleichen Stelle und hat keinen Schritt nach vorne gemacht. Doch Peter Zwegat hat einen Plan. Daniels Mutter will das Erbe durch ein Gerichtsverfahren anzweifeln und somit Rückgängig machen. Die ideale Lösung, die Daniel den Weg in das Insolvenzverfahren ebnen könnte. Auf diese Weise würde er das Haus verlieren, hat für das Verfahren reinen Tisch und würde es nach dem Tod der Mutter ohnehin erneut erben. Dazu muss Daniel jedoch den Gerichtsprozess am besten ohne Verteidigung absichtlich verlieren.

Als Daniel zum Gerichtsprozess fährt, rät ihm der Richter dazu einen Anwalt zu nehmen. Der Richter und der Anwalt haben natürlich keinen Schimmer von dem Plan, den Peter Zwegat sich ausgedacht hat. Ein folgenschwerer Fehler. Der Anwalt kämpft also ganz normal um das Haus, verdeidigt stellvertretend die Rechte von Daniel, obwohl er es eigentlich gar nicht so wollte. Die Folge war der Gewinn des Prozess und ein nicht mehr anfechtbares Erbe. Sprich: Das Haus ist und bleibt nun Daniels Eigentum. Dumm gelaufen…

Neben einigen darauf folgenden Kontopfändungen und weiteren Problemen schliesst Peter Zwegat die Beratung ab und legt den Insolvenzantrag auf den Tisch. Peter Zwegat sieht keinen anderen Ausweg als mit dem Haus in die Insolvenz zu gehen. Je früher, desto besser. Daniel sieht jedoch noch eine kleine Chance und hat Hoffnung das Haus doch noch verkaufen zu können und die Schulden damit – ohne Insolvenzverfahren – zu tilgen. Ob das gelingt, zeigte die Sendung nicht mehr. Die Empfehlung von Peter Zwegat war in jedem Fall lieber heute als morgen in das Insolvenzverfahren zu gehen und schlägt Daniel vor sich eine Deadline zu setzen. Den Rat scheint er befürwortet und angenommen zu haben.

Ich wünsche der Familie viel Glück und Erfolg. Mit der Einstellung werdet ihr es meiner Meinung nach auf jeden Fall raus aus den Schulden schaffen. Weiter so…

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Das war kein Zuckerschlecken bei den Laufenbergs für Peter Zwegat gestern Abend in “Raus aus den Schulden” bei RTL. Die Laufenbergs haben aufgrund früherer “Delikte” einen großen Schuldenberg angehäuft, den sie selber auf rund 40.000 Euro geschätzt haben. Dass Schuldner sich gerne bei der Schuldensumme vertun ist nichts Neues, wie Peter Zwegat bei der Aufstellung am Flipchart bestätigte. Aber nun zur ganzen Geschichte.

Die Laufenbergs sind ein Ehepaar, welches früher nicht an die Zukunft gedacht hat und mehr oder weniger von der Hand in den Mund gelebt haben. Sprich: Das Geld wurde nur so verprasst. Die Schuldenkarriere begann laut Georg bereits mit dem Auszug aus dem Familienhaus im Alter von 20 Jahren. Für Möbel, Auto und Sonstiges wurden ganz bequem Kredite aufgenommen. Die Übersicht ging schnell verloren, als Georg im Jahr 2001 seinen Arbeitsplatz verlor. Der Lebensstandard konnte selbstverständlich nicht gehalten und Kredite demnach nicht mehr bedient werden. Der Schuldenberg wuchs und wuchs.

Anstatt etwas dagegen zu unternehmen, rauchte man lieber ein paar Köpfchen Gras, besäuft sich mit einer entsprechenden Ladung Alkohol und verprasst das gerade auf das Konto eingegangene Geld (rund 1.000 Euro) innerhalb von nur zwei Tagen in einem Spielautomaten. Das Jugendamt schaltete sich ein und entzog dem völlig überfordertem Ehepaar die Kinder, die die folgenden zwei Jahre bei Oma und Opa verbringen mussten. Klare Sache bei Drogen-, Alkohol- und Spielsucht.

Von dem ganzen Mist, den man gebaut hat, muss man sich selbstverständlich auch wieder erholen. Also wurde sich erstmal ein Urlaub auf einem Campingplatz gegönnt. Da es die ganze Zeit regnete und regnete, die Erholung aber unbedingt nötig schien, verlängerte Familie Laufenberg Tag um Tag. Schließlich wurden aus einem Kurzurlaub etwa drei Wochen Campingplatzaufenthalt. Ganz schön teuer. Also beschloss man schlauerweise den Campingplatz in einer Nacht- und Nebelaktion zu räumen und die Zeche zu prellen. Aus den Augen aus dem Sinn. Warum soll man den Urlaub auch zahlen, wenn es eh nur geregnet hat. Das wäre doch gelacht. Nicht mit den Laufenbergs :)

Dann kam die überraschende Wende. Das Ehepaar rappelte sich auf und ließ endlich von den Drogen ab. Sie sind seitdem wieder clean. Georg bekam prompt wieder Arbeit als Auslieferungsschreiner und spülte somit Geld in die Haushaltskasse. Auch die Kinder kamen wieder zurück in die Familie. Die leidenschaftliche Hausfrau Manuela wollte aus Angst das ganze Geld wieder abgeben zu müssen jedoch keine Arbeit aufnehmen. Super Begründung.

Nachdem Peter Zwegat Manuela zurechtwies und sie darüber aufklärte, dass Arbeit nicht unbedingt schlecht, sondern eher sogar förderlich für die Schuldensituation sei, ergriff sie die Initiative und bewarb sich als Putzhilfe in einer Kneipe. Den Job bekommt sie -> 400 Euro mehr Einkünfte. Peter Zwegat stellte nun die Schuldensituation am Flipchart dar und summierte die ganzen unüberlegten Handlungen der Vergangenheit auf rund 51.150 Euro auf. Also nochmal 10.000 Euro über der Selbsteinschätzung. Grund dafür sind unter anderem Gegenstände die bezahlt werden müssen, aber längts nicht mehr existieren. Ein Auto, welches längst verkauft ist, Möbel, die seit Monaten auf dem Sperrmüll liegen. Manuela ist der Betrag scheinbar völlig egal:

ich kann sowieso nichts bezahlen

Auch Reue gegenüber den Gläubigern scheint sie nicht sonderlich zu spüren. Lediglich dem Campingplatzbesitzer wurde kurzerhand ein Blumenstrauß als Entschuldigung gebracht. Dieser ließ sich im Zuge dessen auch auf einen Erlass von rund 1.000 Euro weichklopfen. Keine schlechte Geste. Bevor man als Gläubiger in der Insolvenz gar nichts bekommt, nimmt man lieber was man kriegen kann.

Letztendlich stimmten dem Vergleich insgesamt 12 von 21 Gläubigern zu, sodass man der Privatinsolvenz noch gerade so entkommen konnte. Die finanziellen Mittel für den Vergleich (etwa 8.000 Euro) stammten aus einem Arbeitgeberkredit sowie einer speziellen Stiftung für ehemalige Drogenabhängige. Na gut, dass die Laufenbergs damals so viel Gras geraucht und Alkohol getrunken haben ^^. Da die Laufenbergs zusätzlich noch über getrennte Schuldenberge “verfügen”, schätzt Peter Zwegat die Schuldenfreiheit bei Manuela in etwa einem Jahr, bei Georg in rund zwei Jahren zu erreichen – wenn alles glatt läuft und die Laufenbergs die Raten zahlen :)

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